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Jens Hochmuthgestorben am 23. Dezember 2025

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In Erinnerung an meinen Vater.
Der Mann, der mir gezeigt hat, was bedingungslose Liebe und tiefes Vertrauen bedeuten.
Der stets seine schützende Hand über mich gehalten hat – sichtbar oder still, aber immer spürbar.
Schon von klein auf hat er mir die Liebe zur Natur nahegebracht und sie tief in meinem Herzen verankert. Er hat mir gezeigt, wie wertvoll die kleinen Dinge sind, wie viel Kraft in der Stille liegt und dass man auch in schweren Zeiten stark bleiben darf – und sogar lachen kann. Er lehrte mich, immer einen Schritt weiterzugehen, nicht stehen zu bleiben, auch wenn der Weg manchmal steinig war.
Er war streng, manchmal hart und auf seine eigene Art auch distanziert. Und doch wusste ich immer, dass er mich liebte – ehrlich, beständig und tief. Er hat mir eine wunderbare Kindheit geschenkt, mit wenigen Ausnahmen, die zum Leben dazugehören. Alles war getragen von Fürsorge und dem Wunsch, mich auf meinen eigenen Weg vorzubereiten.
Unfassbar dankbar bin ich auch dafür, was für ein wundervoller Opa er war.
Seine Enkelin war sein Ein und Alles – und man hat es jeden einzelnen Tag gespürt. Er war immer da, wich ihr kaum von der Seite, zeigte ihr die Natur mit derselben Begeisterung und Liebe wie mir. Ohne Zögern spielte er mit ihr im Dreck, sprang durch Pfützen und ließ sie die Welt mit offenen Augen entdecken.
Er war bei ihren ersten Schritten dabei, bei ihren ersten Worten. Wir teilten gemeinsame Abenteuer: unsere Ausflüge durch Wälder, die Stunden im Gras unter alten Bäumen, das stille Genießen der Zeit. Wir badeten in Bächen, bauten jeden Sommer Dämme in einem Fluss und verbrachten dort unzählige Stunden voller Nähe, Lachen und Ruhe.
Auch wenn er nun nicht mehr körperlich bei uns ist, wird er immer da sein.
In jedem Weg, den wir wandern, in dem Garten, in dem wir einst zusammensaßen, an dem Fluss, an dem wir so viel Zeit verbracht haben. Überall sehe ich ihn vor mir – gedanklich, bildlich, spürbar.
Diese Erinnerungen werden nicht vergehen.
Die Orte lassen sie immer wieder lebendig werden. Sie sind schmerzlich und zugleich unfassbar liebevoll – wie unsichtbare Fotoalben, die man nicht mit den Augen sieht, sondern nur mit dem Herzen.